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Geschichte

Unabhängigkeit (28. November 1912)

Vorbereitung. Am Ende des 19. Jahrhundert, war das Osmanische Reich sehr geschwächt und hatte seine Gebiete im Balkan nicht überall unter Kontrolle und handelten mit starken und repressiven Maßnahmen.

Die Albanischen Führer von „Lidhja e Prizrenit“ (eine Intellektuelle und nationalistische Vereinigung), die eine Autonomie der albanischen Gebiete gefordert haben, wurden im Jahr 1897 verhaftet.

Die albanische Sprache, das Drucken und die Verbreitung von Büchern wurde verboten. Nachdem die Jungtürken die Herrschaft hatten, jedoch daran scheiterten das Reich zu reformieren und den verschiedenen Balkannationen mehr Rechte zu geben, übernahmen die Konservativen Kräfte die Macht über das Balkangebiet. Sie haben versucht mit Gewalt zu regieren und verursachten somit große Aufstände in der Region. Das ganze Reich geriet in ein Chaos.  

Die Balkan Kriege.

Diese Kriege fanden zwischen 1912-1913 statt, während die Unabhängigkeit Albaniens erklärt wurde. Nachdem Österreich-Ungarn das Gebiet von Bosnien besetzte, folgte durch die Initiative der Großmacht Russland, das Balkanbündnis. Serbien, Bulgarien, Griechenland und Montenegro schlossen unter russischer Patronage ein militärisches Bündnis, mit dem Ziel die Osmanen zu entmachten und von der Balkanhalbinsel zu verdrängen. Albanien wurde zu dem Bündnis nicht eingeladen, denn die Gebiete Albaniens sollte auf die vier Länder aufgeteilt werden. So befand sich Albanien plötzlich alleine und hatte mit dem Osmanischen Reich nicht nur ein Gegner, sondern fünf. Serbien wollte ein zur Adria führendes Landgebiet 
Montenegro sollte die Stadt Shkodra und den Norden Albaniens bekommen. Griechenland den Süden bis zur der Stadt Vlora.
Während das albanische Volk mit Aufständen für ihre Unabhängigkeit kämpfte, wurden sie von allen Seiten von diesen vier Ländern angegriffen. Der Bund bestand teilweise
aus 400.000 Serben, 600.000 Bulgaren, 80.000 Montenegriner und 300.000 Griechen.

Am 28. November 1912

Am 28. November 1912 erklärte Ismail Qemali, in der Stadt Vlora, die Unabhängigkeit Albaniens.
Die Erklärung wurde von 83 Delegierten, aus allen albanischen Regionen, einstimmig unterzeichnet. Diese waren meistens Intellektuelle, Mitglieder großer Familien und Kriegsführer.
Ismail Qemali war somit der erste Premierminister und vertritt Albanien während den Friedensverhandlungen im Namen aller Delegierten. 
Zu der Zeit hatten die Truppen der Serben und Montenegriner den ganzen Norden und Westen eingenommen, wie auch die Städte Tirana, Durres und Elbasan in Mittelalbanien. Im Süden wurde Albanien bis zur Stadt Vlora von den Griechen eingenommen. Die einzigen Städte die nicht gefallen waren, waren Berat und Vlora.  

Am 30.Mai 1913

Am 30.Mai 1913 wurde Albanien auf der Londoner Botschafterkonferenz, mit Hilfe von Deutschland, Österreich-Ungarn und Italien, als freies und unabhängiges Land anerkannt, wo dann auch die Grenzen des Landes bestimmt wurden. Trotz der, durch die Unabhängigkeitserklärung wieder zugesprochenen Gebieten, verlor Albanien mehr als die Hälfte seiner damaligen Fläche. Die Großmächte stellten Russland zufrieden, indem sie den Kosovo und das Gebiet von Mazedonien den Serben zusprachen. Griechenland bekam ebenfalls ein Stück des albanischen Gebietes, nämlich einen Teil des Südens.
Durch den Londoner Vertrag ist einer, der blutigsten Kriege beendet worden. Massenvernichtungen von Zivilisten und Volkssäuberungen wurden begangen und unzählige Dörfer wurden in Brand gesetzt. Eine genaue Anzahl der Opfer gibt es nicht. 

Kommunismus und die Diktatur (1944-1991)

Am Ende des Jahres 1944 etablierte sich die kommunistische Partei Albaniens, benannt die Albanische Arbeiter Partei, unter der Führung von Enver Hoxha. Politische Gegner wurden bekämpft und anderen bürgerlichen Gruppierungen wurde die Teilnahme an den Wahlen verboten. So wurde die Kommunistische Partei Albaniens (KPA) durch die Verfassung im Jahr 1946 zur einzigen legalen Partei des Landes. Es begann das Ende der Freiheit eines Volkes, welches so lange dafür gekämpft hatte. Eine der brutalsten Regierungsformen der Welt. Enver Hoxha, der letzte überzeugte Stalinist.

„Nein! … bitte! ...erwähnen Sie nicht die Vergangenheit. Wer es dennoch tut, soll das eine Augenlicht verlieren! Wer sie aber vergisst, soll beide Augen verlieren!„ A.Zollzhenicin

Unter dem Motto: „Gegen den Feind des Landes und der Partei“ und im Namen der Befreiung nach dem zweiten Weltkrieg, begann die Ära der Unterdrückung und Obskurität. Es sind ca. 50.000 Menschen eliminiert worden. Unter den Eliminierten waren meist Künstler, Schriftsteller, Priester, Imame, Intellektuelle, Mitglieder der eigenen Partei. In den Gefängnissen sind mehr als 9.000 Menschen gestorben. 34.000 Menschen sind wegen politischen Äußerungen inhaftiert worden und mehr als 60.000 Menschen wurden in Arbeitslager gebracht und blieben dort teilweise Jahrzehnte lang.

Der Weg zur Isolation.

Im Jahr 1948 bricht Albanien die Beziehungen, nach langjähriger Freundschaft und Zusammenarbeit, wegen ideologischer Differenzen zu Jugoslawien ab. Tito und seine Genossen galten ab sofort als Feinde und alle jugoslawischen Berater wurden des Landes verwiesen und immer wieder gab es Säuberungswellen, in denen zahlreiche Funktionäre als Titoisten angeklagt, sogar inhaftiert oder exekutiert wurden.
Albanien lehnte sich an die Sowjetunion, doch als diese sich von Stalins Methoden distanzierte, kritisierte Enver Hoxha diese und brach die Beziehungen zur Sowjetunion ebenfalls ab. Im Jahr 1968 verließ Albanien offiziell den Warschauer Pakt, obwohl Albanien damals im Jahr 1955 ein Gründungsmitglied war.

Albanien lehnte sich 1950 an die Volksrepublik China, die aber den Ausfall der Wirtschaftshilfe aus den RGW Ländern nicht kompensieren konnte und somit kam es zu einem Verfall der Industrie Albaniens. Nach dem Tod von Mao Zedong kam es zu einer Kontaktaufnahme seitens Chinas zur westlichen Welt und Albanien brach die Zusammenarbeit im Jahre 1977 ab. Daraufhin ließ Enver Hoxha 200.000 Bunker zur Verteidigung einer Invasion bauen.

Der albanische Alleingang begann.

Für ca. 46 Jahren war Albanien das isolierteste Land der Welt. 

Keiner durfte rein, keiner durfte raus.

Keiner durfte rein, keiner durfte raus! Das Territorium wurde durch mehrere Wachposten und durch 700km lange, mit Strom geladene Grenzen, geschützt. Mit dem Traum von einem friedlichen Leben, haben ca. 6.000 Menschen bei der Flucht ihr Leben verloren, während 3.200 andere, inhaftiert wurden oder wegen Verrat an das Vaterland mit lebenslänglich bis hin zur Todesstrafe bestraft wurden. Die zurückgebliebenen Angehörigen, der wenigen, die es geschafft haben die Grenze zu überqueren, wurden in Arbeitslager gebracht und verbrachten dort mehrere Jahrzehnte.

Im Jahr 1967 führten kommunistische Kräfte eine heftige Kampagne zur Beseitigung religiöser Aktivitäten in Albanien. Der Diktator erklärte somit stolz, dass Albanien der erste atheistische Staat der Welt ist. Katholische und orthodoxe Kirchen wurden ebenso wie Moscheen im ganzen Land abgerissen und als Lager der Tierhaltung verwendet. Die meisten Priester und Imame mussten mit ihrem Leben bezahlen. 

Der Geheimdienst zählte über 110.000 Mitarbeiter, sie hörten das komplette Volk ab und unterdrückte es stark. Während der Diktatur in Albanien wurden insgesamt 200.000 Menschen inhaftiert und das bei einem Land, in dem nur 3 Millionen Einwohner leben. 5 Jahre nach dem Tod von Enver Hoxha, sind Studenten, im Dezember 1990, auf die Straßen gegangen und haben demonstriert. Mit dem Ruf: „Wir wollen Albanien wie ganz Westeuropa“ und mit heftigen Ausschreitungen stürzten sie die Statur des Diktators am Skanderberg Platz und beendeten somit, eine der schlimmsten Diktaturen Europas.

Seitdem strebt Albanien danach ein Mitglied der Europäische Familie zu werden. Die verfasste parlamentarische Republik hat sich sehr entwickelt und ist seit dem 24.Juni.2014 ein Beitrittskandidat der Europäischen Union.